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Folge 42: Mere Exposure Effekt – „Warum wir mögen, was wir kennen“

Shownotes

Wird mir Donald Trump immer sympathischer, wenn ich ihn jeden Mittag am Döner-Stand treffe? Das Gehirn belohnt Energie-Effizienz. Das hat Folgen. Prof. Matthias Spörrle und Matthäus Hose zeigen, wie ständige Wiederholungen in unserem Gehirn wirken und was das für die Kommunikation und Manipulationsversuche bedeutet. Und warum sich viele Paare in der Arbeit kennenlernen…

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Erscheinungsweise: Wöchentlich | Dienstag

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00:00:00: Matteo, magst du mich deswegen?

00:00:03: Weil ich gute Sachen sage.

00:00:05: Und herzerfrischende Humorbesitze folgst nach?

00:00:10: oder einfach deswegen weil du mich schon öfter gesehen hast?

00:00:14: Das ist eine Suggestivfrage, oder?

00:00:16: Es gibt doch nur wahre Antwort!

00:00:18: Ja, ihr wollt'n ganz sagen.

00:00:20: Wir sind ja unter achtzehn also kann ich nicht beantworten und leider tut mir leid.

00:00:24: Okay von der Forschung ist das ne interessante Frage würde man sagen.

00:00:31: In der Praxis geht das ja oft einher, weil möglicherweise magst du mich was auch immer das heißen mag um meiner Selbstwill.

00:00:39: Und deswegen verbringst du mehr Zeit mit mir.

00:00:42: also wir würden sagen setz zu dich der Exposition aus.

00:00:46: aber es gibt eben zugleich auch den Mechanismus dass du mich nur deswegen magst weil mehr Exposition da ist.

00:00:52: Mich würde das interessieren weil ich dann natürlich die Beziehung anders gestalten würde.

00:00:55: Das ist letzteres.

00:00:57: Okay wunderbar da bin ich froh.

00:00:58: gucken wir uns bisschen den mehr exposure Effekt an.

00:01:10: Herzlich

00:01:15: willkommen zu einer weiteren und neuen Folge unseres Podcasts, Hose & Sperle Menschmaschine morgen.

00:01:23: Heute zum Thema MIR exposure.

00:01:25: warum wir mögen was wir kennen die Macht der Wiederholung.

00:01:30: Matthias Spörle Professor Dr.

00:01:33: Matthias von der Privatuniversität Schloss Seeburg Hallo schön dass du da bist.

00:01:37: Ich freue mich wieder da zu sein.

00:01:52: was ich kenne, das mag ich einfach gesagt.

00:01:54: Menschen glauben häufig ihre Vorlieben und Entscheidungen sein national begründet.

00:01:59: Wir gehen davon aus dass die Produkte oder die Menschen, die wir mögen, dass wir die aus objektiven nachvollziehbaren Gründen für gut- oder schlecht halten.

00:02:08: Doch ein zentraler psychologischer Mechanismus stellt diese Annahme generell infrage der sogenannte MIR exposure effect.

00:02:17: Warum gibt es den?

00:02:19: Warum neigen Menschen dazu Dinge, die sie oft sehen lieber mögen oder mehr wertschätzen als Dinge, wie sie nicht so oft sind.

00:02:28: Also erst mal ist es nicht nur Dinge, sondern auch Menschen beispielsweise oder andere Lebewesen.

00:02:34: Wenn ich mit denen öfter konfrontiert bin, entwickle ich in der Regel eine höhere Vertrautheit.

00:02:38: und ja du sprichst die große Grötchenfragen, die auch schon viele Wissenschaftlerinnen hinterher hangeln?

00:02:44: Warum ist das so?

00:02:46: Es gibt verschiedene Erklärungsebenen.

00:02:48: Eine Erklärungsebene, die ist super!

00:02:51: Grundlagen wissenschaftlich.

00:02:53: Die geht so, bestehende Informationen noch mal neu abzurufen ist viel leichter als neues zu lernen.

00:03:02: Sportzeit.

00:03:04: Exakt dieses Energieargumente.

00:03:06: Das heißt da geht es gar nicht um soziale Aspekte oder um evolutionäre Aspechte.

00:03:11: also in der primären Logik natürlich das energieeffizienz-evolutionär.

00:03:14: aber es geht nicht um sociale Gruppenbildungsaspekte sonst irgendwas?

00:03:18: Oder Überlebensheuristiken und sonst geht nur darum König spart Energie.

00:03:24: Informationsverarbeitung geht schneller, ist auch so.

00:03:29: Das ist ja gerade zu trivial.

00:03:30: Ich weiß nicht ob ich das auszusprechen oder wir machen das kurz und man darf ja auch ein bisschen ganz trivial sein.

00:03:34: Das natürlich der Witz auch beim Trainingseffekt.

00:03:37: Wenn du jetzt irgendwas übst, Gitarre, dass es ja so wenn du das mehrmals gemacht hast, mehrmals Exposition hattest, geht das besser richtig?

00:03:46: Ja, das ist üben.

00:03:49: Ganz einfach!

00:03:51: Also das wäre die erste Erklärungsperspektive.

00:03:54: Das ist energieeffizienter, das Gehirn belohnt energie effizienz.

00:04:00: Ein anderer Punkt der häufig angeführt wird ist alle, die jetzt noch da sind haben ja... ...das was sie schon mal mit dem sie schon konfrontiert waren überlebt.

00:04:13: Sonst wären Sie nicht da praktisch tautologisch.

00:04:16: also alles was du schonmal erlebt hast ist etwas, was du auch überlebt hast.

00:04:22: Er lebt heißt Überlebt und dann das jetzt eine originäre evolutionspsychologische Fragestellung also Aussage dann.

00:04:29: Etwas, was überlebte wurde wird präferiert weil ich weiß, ihr habt es schon mal bis hier geschafft.

00:04:37: Ja, ist der Gedanke.

00:04:39: Auch bei der Kommunikation wirken ja Aussagen glaubwürdiger wenn wir sie öfter hören.

00:04:42: Crazy

00:04:43: oder?

00:04:43: Da habe er sich ein bisschen schlimm bei der Werbung.

00:04:46: Bill Glintens Berater hat gesagt nach seinem ersten Wahlkampf Hat ein paar so Tipps gegeben und einen Tipp war, dass er hat gesagt wenn das Kampagnen-Team von Bill Clinton ein Statement nicht mehr hören kann ist es der Zeitpunkt wo's erst einmal von der Masse der Rezipienten die Botschaft wahrgenommen wird.

00:05:04: Ich glaube man muss da mal ein bisschen aufpassen, wie wir jetzt in der Kommunikation arbeitet.

00:05:08: also wir haben ja Medien, wir haben Events hier im Markt und Technik, Elektronik, elektroniknet und wir haben events wie die Inverted World Conferences ... und in Betelworld-Konferenz... ... und Automotive Ivernet Konferenz oder Enforced Tech Konferenz.

00:05:22: Und wir machen natürlich viel Werbung für diese eigenen Events, und teilweise auch für unsere Medien.

00:05:27: logischerweise, auch hier im Podcast übrigens wenn sie in den Auffeld, der ist nämlich powered bei Markt und Technik,... ...und dann kann schon mal der Eindruck entstehen es habe ich so viele Werbungen für irgendein Event gemacht jetzt muss doch mal reichen.

00:05:38: aber das ist nicht so weil die Rezipienten halt mit Botschaften zugemüllt werden oder überflutet werden und dann der Botschaft gar nicht den stellen wird, hat vielleicht der Sender denkt dass er die Wirkung erzielt.

00:05:50: Das ist super interessant!

00:05:52: Lass mich das generell formulieren da ich es richtig verstehe.

00:05:55: Das heißt dein Gedanke für dich als Sender weil du ja mitkriegst jede Botschaft die du absendest wird das viel eher zuviel als beim Empfänger.

00:06:06: weil erstens was du gesagt hast beim Empfinder geht auch etwas im Rauschen der anderen Informationen unter Punkt eins und Punkt zwei mit Verlaub.

00:06:14: Also ich weiß nicht wie perfekt ihr seid, ja?

00:06:17: Aber nicht jede Botschaft die du sendest kommt überhaupt an, korrekt?

00:06:21: Ja das ist sehr interessant.

00:06:22: Das heißt du hast gefühlt, hast du ein Gefühl, also subjektiv hast du das Gefühl hey wir sind ganz schön übersättigt, aber faktisch wird es gar nicht übersättigen weil es noch gar nicht der too much Effekt sozusagen dann der sich manifestiert.

00:06:40: Warum wirkt's auch glaubwürdiger?

00:06:41: Also wenn ich eine Aussage immer wieder höre, es gibt ja auch Fake News.

00:06:45: Den Begriff der Fake-News also der falsch das gibts schon sehr lange.

00:06:49: Wir haben ja schon mal drüber gesprochen.

00:06:51: Wenn ich eine aussage immer weiter höre warum wird sich dann glaubwürdig, aber in der Lüge man sagt dass er die Lügel immer wiederholt wird es irgendwann einmal zur Wahrheit.

00:07:00: Es gibt ja Mühten die sich einfach gehalten haben weil sie immer wieder falsch gegeben wurden, da kennt jeder wahrscheinlich ein paar Beispiele davon.

00:07:07: Aber warum wird eine Aussage jetzt aus evolutionsbiologischer Sicht glaubwürdiger, nur weil ich es immer wieder wiederhole?

00:07:15: Nur um Energie zu sparen oder nicht?

00:07:18: Ja also das ist natürlich sehr schwierig den psychischen Apparat zu fragen.

00:07:23: Warum ist das so?

00:07:27: Ein Aspekt der sicherlich da eine Rolle spielt ist der dass man sagen würde guck mal dadurch dass du eine Sache öfter gehört hast ist sie leichter zu verarbeiten.

00:07:39: Und was leichter zur Verarbeitung ist, ist auch automatisch gut.

00:07:44: Ein Kollege hat mal Forschungsarbeiten gemacht – total interessant auf meiner Sicht!

00:07:49: Er hat Artikel präsentiert also wissenschaftliche Fachveröffentlichungen und die waren einmal ganz klein gedruckt mit so einem ganz unangenehmen Schriftssatz und einmal genau der gleiche Text aber gut zu lesen Super easy.

00:08:10: Der Text war identisch, die Gruppe, die den Text bekommen hat in der besseren Lesbarkeit fand denselben Befund besser.

00:08:26: Fand das Paper besser geschrieben.

00:08:29: Warum?

00:08:30: Bessere Verarbeitungsgeschwindigkeit.

00:08:34: Die Forschung, wer nachhören will oder nachlesen will ist die Forschung is of retrieval Die Forschungsliteratur, die sich damit beschäftigt.

00:08:42: Ise of Retrieval is of Perception und ich könnte mir vorstellen dass etwas was vertraut ist da gibt es schon eine Gedächtnisspur.

00:08:54: und weil die Gedächnisspur ist es leichter zu verarbeiten und weil das leicht dazu verarbeiten ist gibt's auch weniger Kontrollinstanzen, weniger Überprüfung.

00:09:05: also ganz viele Sachen hängt damit zusammen und es ist auch attraktiver positiver bewertet.

00:09:11: Deswegen ist es auch wichtig, welche Politiker zum Beispiel zu Talkshows eingeladen werden oder auch zum Beispiel der erste Wahlkampf von Donald Trump zur Präsidentschaft.

00:09:20: Zwanzig Fünfzehn ging das richtig los, zwanzig Sechzehn war dann die Wahl im November.

00:09:25: Er hat eine extrem hohe Aufmerksamkeit gehabt.

00:09:28: Die Medien haben sich vom Algorithmus her, er wurde natürlich auch von Naheständen sagen wir Medienanbieter, wurde ja maßgeblich unterstützt.

00:09:36: Aber seine... Alles was mit Donald Trump zu tun hatte hat eine höhere Reichweite, eine höhere Aufmerksamkeit.

00:09:42: Er hat ihn in der einfach so krasse Aussage gemacht und so ungewohnte.

00:09:46: Hat den Algorithmus nach vorne gespielt und gespült.

00:09:49: Und er wurde immer öfter im Fernsehen gezeigt und hat eine hohe Vertrautheit gehabt.

00:09:52: Die Vertraute gilt ja in der Regel auch wenn es hier um Donald Trump geht als positives Signal.

00:10:00: Wenn ich jetzt zum Beispiel Donald Trump jeden Morgen am Dönerstand treffe, würde mir dann sympathischer.

00:10:08: Also ich sehe ihn ja ab und zu am Dönerstand und wenn ich jetzt weiter in den Jeden-Morgen treffe sehen morgens sehe ich Donald Trump, würde mich dann die Person sympathischer weil ich ihn jeden Tag sehe?

00:10:16: oder gibt es auch Sachen wo ich sage nee der wird mir auch nicht nach vierzig Dönen sympathisch?

00:10:21: Ja also in der Tat da gibt's eine Forschung dazu nicht speziell zu dieser Fragestellung.

00:10:25: die ist doch ein bisschen exotisch.

00:10:26: Die hat noch in der Literatur also spricht für dich aber die hat bisher noch keinen Einschlag gefunden kein Niedergang in der literatur Aber es gab Studien beispielsweise zur Interaktion von Studierenden in elite Universitäten.

00:10:44: Und es ist auch in der Tat so, dass durch den MIA exposure effect eine negative Haltung akzentuiert werden kann.

00:10:53: Das heißt wenn du vorher eine negative Attitude hast dann kann sich das dadurch verstärken.

00:11:00: Jetzt lege ich aber noch ne Schippe draußen und das kann man ja nachher rausschneiden wenn das zu komplex ist.

00:11:06: Ich glaube, dass du Trump durch die tägliche Interaktion am Döner stand.

00:11:14: Es ist für mich völlig neu das du täglich dünner bist.

00:11:16: Aber es ist ein Nebengeschicht!

00:11:17: Das

00:11:18: ist auch nicht richtig, ich wollte plus keine Werbung machen von Rick Donalds.

00:11:20: Verstehe, okay alles klar.

00:11:21: Er ist der Burger?

00:11:22: Ja er ist ja bitte Burger-Männchen.

00:11:24: Genau jetzt...ich glaube fühle dich mal rein.

00:11:28: Ich glaube trotz dem was ich gerade gesagt habe kann ich aber erklären, dass Donald Trump für dich durch den Kontakt positiver werden würde.

00:11:37: Warum?

00:11:38: Weil du bisher keine persönliche Interaktion mit ihm hast.

00:11:43: Und du magst ihn wegen bestimmter Aussagen, die er getätigt hat und bestimmter Verhaltensweisen.

00:11:48: Magst Du ihn vielleicht nicht, dass so eine etwas kritischere Haltung ihm gegenüber.

00:11:53: Das sind aber keine persönlichen Erfahrungen!

00:11:55: Wenn jetzt eine persönliche Erfahrung dazu kommt... ...und der erzählt dann beispielsweise warum er den Döner mag und erzählt dann einen kleinen Schwank ... war was ihm am Döner gut gefällt und erzählt, dass er das ganz gut findet.

00:12:05: Beim Döener gibt es in der Regel kein Alkohol... ...und dann erzählte er, dass ja selber ein Anti-Alkoholliker ist und... ...dass er in der Familie einen Alkuholliker hatte,... ...der ihm viel bedeutet hat und es sehr schade findet.

00:12:14: Und dann kommen so persönliche positive Geschichten rein.

00:12:17: Das heißt da gewinnt er!

00:12:19: Würde ich vermuten, wenn du dich ein bisschen rein fühlst bei dieser Studie zu den Social-Netzwerken,... ...also den echten sozialen Netzwerken?

00:12:29: Das ist wirklich so.

00:12:31: In der Ivy League, also in den elite Universitäten da war das so.

00:12:35: Da waren die Aversionen ja basierend auf persönlicher Erfahrung.

00:12:39: Also beispielsweise ich mach jetzt irgendwas.

00:12:42: Ich mache immer einen bestimmten blöden Gag irgendwie sowas.

00:12:47: Irgend ein abwertenden Witz über eine Bevölkerungsgruppe dann nervt dich der und wenn du ihn immer öfter hörst es nervt sich immer mehr.

00:12:56: Verstehst du?

00:12:57: Das heißt die Ebene bleibt gleich.

00:12:59: Irgendeine was nervte ich an mir persönlich dieser blöde Witz, so witzig finde.

00:13:03: Und dann mach ich den immer wieder und geh dir irgendwann die Hutschnur hoch.

00:13:06: Jeder kennt so Leute, die mit denselben Witze machen?

00:13:09: Absolut!

00:13:09: Und bei Trump wäre das aber mit dir anders.

00:13:11: also ganz konkret würde ich sagen du hast bisher zu Trump keine persönliche Beziehung.

00:13:16: nicht

00:13:16: direkt

00:13:17: durch das entstehen der persönlichen Beziehungen würde die positive Verhaltung

00:13:20: bewachsen ist interessant.

00:13:22: es erklärt auch worum sich viele Paare in der Arbeit kennenlernen.

00:13:27: Ich glaub, wir haben mal drüber gesprochen.

00:13:31: Ich glaube die Hälfte mittlerweile der unter dreißigjährigen Lern sich irgendwie über Social Media-Plattformen kennt so.

00:13:36: Genauer Zahl weiß ich ehrlich gesagt nicht.

00:13:38: Aber extrem hoher Wert aber es gibt ja einer der wichtigsten Kontaktbörsen ist die Arbeit.

00:13:45: Es liegt daran dass man sich halt eine Arbeit andauern sieht und man gewöhnt sich dann an diese Hackfresse ... äh Tulliung Hackfresser habe ich nicht gesagt.

00:13:51: Man gewöhnte sich dann das aussehen des anderen oder an die Art.

00:13:54: An die Art?

00:13:54: Weil man jeden Tag sieht und irgendwann fehlt er einem sogar oder eine...

00:13:58: Total!

00:13:59: Genau, genau so ist das.

00:14:00: Ich denke da sind wichtige Punkte.

00:14:02: und bei dieser Partnerschaftsforschung, da kam auch früher also vor den Partnerbörsen, kam immer raus mit der beste Predictor für Partner-Bindung ist Räumliche Distanz der Primärwohnorte.

00:14:15: War mit der besten Predictoren?

00:14:16: Ich habe eine großartige Beziehung und ich hab die Beste aller Zeiten und ich habe genau das.

00:14:21: Ja

00:14:21: guck, ja.

00:14:22: Sechsundsechzig Kilometer.

00:14:24: Das ist top.

00:14:25: Ja, guck.

00:14:26: Vor mir jedes Mal wenn ich sie sehe... Wirklich?

00:14:29: Ja, seit sehr langer Zeit jedes Mal.

00:14:31: Was noch am Schluss, das ist toll!

00:14:32: Find ich interessant... Ich hab verstanden dass man eine... Man hat wirklich mehr Verständnis wenn man jemand öfter sieht.

00:14:40: Man nimmt vielleicht auch die Schwachstellen anders wahr, wenn man ihn öfter seht.

00:14:45: Trotzdem fühlen sich manche Sachen... Fühlen sie bekannte Sachen generell richtiger an als ganz neue, auch wenn sie gar nicht besser sind.

00:14:53: also zum Beispiel... Das ist ein Effekt, was ich auch feststelle.

00:14:56: Also zum Beispiel ist die Gefahr wenn

00:14:58: z.B.,

00:14:59: die AfD permanent in Talkshows eingeladen wird und permanent eine Plattform bekommt.

00:15:05: Die Frage ist, bin denn nicht bei der Programmkommission?

00:15:07: Wenigen die Einladen gebe ich nichts an?

00:15:09: Nur, gibt es keine Theorie, wenn die AfD nicht andauernd Präsenz hätte in diesen Medien und permanent wieder zitiert werden würde und wieder dargestellt werden würde, hättest sie eine andere Wahrnehmung?

00:15:19: oder hat das jetzt letztendlich auch ein anderes Wahlergebnis zu anderen Wahlergebennissen?

00:15:23: Gerade deswegen... Weil du, also die AfD hat ja auch ein ganz bestimmtes Profil und die arbeiten ja auch sehr stark mit Wahrnehmung.

00:15:34: Also viele Postings viel Messages und Kinder in diese Aktivität rein.

00:15:38: das ist ein ganz entscheidender Punkt.

00:15:41: was da auch durch die Forschung gedecktes ist dass Da hat jemand eine schöne Studie gemacht, aber auch glaube ich in der deutsche Forschungsgruppe international veröffentlicht.

00:15:54: Aber ein deutscher Forschungs-Gruppe die haben Studien gemacht.

00:16:01: Haben den Mi exposure Effekt gezeigt.

00:16:03: Motto wenn bei einem Kandidaten bei einer Wahl Wenn dieser Kandidat vom Namen her öfter gezeigt wird hatte er bessere Wahlauskampen.

00:16:12: so weit so langweilig.

00:16:13: und dann haben sie aber auch etwas untersucht erschlossen woran das liegt.

00:16:19: Jetzt kommt das Interessante.

00:16:21: Der Faktor, also ein Faktore der das sehr gut erklären konnte, dass zwei Faktoren das eine war Aktivität.

00:16:30: Das heißt wenn du von dir reden machst, kennst du den Ausdruck noch?

00:16:34: Von sich, ich glaube jetzt bedarfe ich mich richtig gemacht.

00:16:37: Wenn du von Dir reden machst dann ist es so, dass Du dadurch aktiver wirkst Und das will man in der Politik.

00:16:47: Ja, ich war auch bei LinkedIn zum Beispiel so immer dieselben Leute die immer irgendwas posten und ihre pseudo-philosophischen Weisheiten von sich geben.

00:16:55: Ich kenne es von Dating-Plattformen.

00:16:56: also Datingratgeber raten wenn man jemand mal in der Reisen hat ist es bayerisch also im engeres Zirkel.

00:17:03: In den Reisen haben wir bayerische...ich weiß nicht Michael kannst du was jetzt?

00:17:07: Wenn man sich jemanden außer Kurren hat, sagen muss ich das.

00:17:10: Oder wenn da irgendjemand in die Zielgruppe fällt.

00:17:13: Dass man den oft schreiben soll, hallo wie geht's?

00:17:15: So blitz natürlich nicht, aber dass man auch schreiben soll oder dass man eben auf Social Media Plattformen, Ormating-Plattformen was ich scheu glaubt hinter was es alles gibt.

00:17:25: Oft posten soll um ja sich wichtig zu machen ... wenn man es öfter sieht und wenn man so gelingt innen anschaut.

00:17:30: Ich habe ewig Kontakte, weil ich ganz ein Toller bin... Nein, hab' ich!

00:17:33: Bin nicht den ganzen Toller sondern... Ich hab' ewig kontakte, da ich's halt beruflich nutze.

00:17:36: Ehrlich gesagt bringt's mir nix... ...linkt innen, wenn ich ehrlich sein darf?

00:17:40: Also ich krieg immer die Likes von denselben, wo ich mich sehr drüber freue.

00:17:42: aber eigentlich ist mir auch wurscht.

00:17:44: Und äh das andere Geschwurbel was die alle sagen... ..."Ich bin so ein Tolla", "...ich bin Evangelist of whatever".

00:17:50: Und so mein Gott.

00:17:52: Aber die Leute machen das wahrscheinlich.

00:17:53: oder um die mir Exposure Effekt zu füttern.

00:17:55: Das heißt Poste jeden, jede Belangenlosigkeit und was ich für ein Toller bin auf LinkedIn.

00:18:01: Damit die Leute mich lieber mögen.

00:18:03: oder warum macht man das?

00:18:04: Oder ist es einfach nur blanke Eitelkeit?

00:18:07: Also warum der das machen macht...

00:18:10: Wir

00:18:10: sind ja auch in so einer attention economy Und die haben ja auch dann so einen Druck und angenommen diesen Mediaberater oder so Dann wollen sie sich natürlich auch selber als Modellbeispiel vermarkten.

00:18:21: Verstehst du also die wollen ja auch da natürlich zeigen dass Sie auch ihre eigene Personen mag

00:18:26: gut

00:18:27: gestalten oder moderieren können.

00:18:30: Von dieser politischen Forschung, die dich ja auch da sehr interessiert... Da wissen wir erstens wenn du viel Aktivität an den Tag legst also viel postest und da dich immer wieder ins Gedächtnis ruft dann wirst Du als aktiver wahrgenommen und für die Politik ist das interessant?

00:18:52: Als durchsetzungsfähiger!

00:18:55: Und die Valenz Ob du da positiv oder negativ auffällst, die ist da ein bisschen weniger wichtig.

00:19:04: Der Partnermarkt ist noch mal etwas anders als der Wahlmarkt und in der Wahl geht es darum dass auch so eine gewisse Durchsetzungsfähigkeit das die wichtig ist.

00:19:17: Und das erreichst Du durch Geklapper!

00:19:21: Das ist krass!

00:19:25: Auch wenn die Valenz gar nicht so positiv ist.

00:19:27: In einer Studie, das war glaube ich ein vier Studiending, aber in der einen Studie kam dann auch raus dass... ...wenn die Botschaften alle total negativ waren.

00:19:38: Also das Klappern alles negativ war!

00:19:41: Dann hat es zu einer Abwahl geführt.

00:19:43: Aber ansonsten, wenn's bissel ambivalent war oder mehr deutlich oder sowas als mehrere Interpretationen zudem nur leicht negativ?

00:19:51: Mehr war aktiver Mehr war Durchsetzungsfähige und Aktivität und Durchsetzungsfähigkeit führt zu Wahltendenz.

00:20:04: Crazy!

00:20:05: Das im wirtschaftlichen Umfeld, sage ich, mir hat LinkedIn noch nichts gebracht und glaubt unsere Firma auch fast nichts.

00:20:10: Weil wir posten zwar aber so dann kommen es auf Zahlen wie am Sohn.

00:20:14: so viele Klicks das glaubst du selber nicht?

00:20:16: Das glaube ich nicht, da die einfach drüber gescrollt aber gelesen hat dass nicht ist nicht so wie eine Adam Brashen auf Elektroniknetz sondern einfach halt mal schnell rüber gewischt.

00:20:23: Nichtsdestotrotz gibt's Leute dies total intensiv nutzen und echt viele Einträge machen.

00:20:27: das glaube ich.

00:20:28: ein paar Prozent Ich glaube, fünf Prozent sind der Einträge.

00:20:33: Das ist ja

00:20:33: immer so eine Mitraschaft.

00:20:35: Da gibt es Leute, die trotzdem, obwohl sie in der Öffentlichkeit stehen, du wirst das sogar beim Essen erkannt oder wenn ich mit dir unterwegs bin, die erkennen der Leute teilweise.

00:20:43: Echt?

00:20:43: Dank ihr Herrschung.

00:20:44: Das hat schon

00:20:44: mal passiert.

00:20:44: Herr Feuer, da weißt Du's genau!

00:20:46: Dank unserer Podcast und Du bist bekannt im Anführungszeichen dieser Community, dieser technikinteressierten intellektuellen Community.

00:20:55: aber Du hast keinen Social Media Account.

00:20:57: Gar kein.

00:20:58: Was fällt Dir

00:20:58: ein?!

00:20:59: Ja, genau.

00:21:00: Oder wie ... Ist

00:21:01: ja eine Frechheit eigentlich?

00:21:02: Wie einmal ein Kooperationspartner für mir gesagt hat.

00:21:04: Wir waren uns gar nicht sicher ob sie wirklich existieren.

00:21:07: Ich frage mich auch jedes Mal!

00:21:09: Also es gibt eine gute Forschungslage.

00:21:10: was mich anbelangt und ich bleibe dabei bei der Arbeitshypothese dass ich existiere.

00:21:14: Immerhin?

00:21:16: Endlich eins.

00:21:18: Endlich.

00:21:19: Super.

00:21:20: Da bin ich selbstbewusst.

00:21:21: Ich gehe davon aus das ich existierere aber natürlich nutze ich bestimmte Kanäle gezielt nicht.

00:21:31: Ja, das nehme ich auch in Kauf.

00:21:34: Insbesondere hast du auch ganz schön erkannt, weil bestimmte Canäle auch mit einer bestimmten Verarbeitungstiefe nicht kompatibel sind.

00:21:44: und wenn du mich anguckst, ich bin eher so ein Podcast-Mensch.

00:21:47: Achso!

00:21:48: Solltest mal einen machen vielleicht?

00:21:49: Ich denke darüber nach, dass es für mich ein ganz wichtiger Dank

00:21:52: ist... Da findet man jemanden, der sich die Mühe macht Stunde gegen Uhr zu setzen.

00:21:56: Oh mein Gott!

00:21:57: Dieser Arm, das muss jemand sein mit hoher Leidensfähigkeit?

00:22:01: Das wünschst du dem größten Feind nicht.

00:22:03: Der gesunde Masochismus muss sich da manifestieren.

00:22:06: Genau also kann man sich gar nicht erklären.

00:22:09: Also für so kurze Botschaften bin ich auch nur bedingt marktfähig.

00:22:13: deswegen... Also die Kanäle passen nicht zu mir und das ist der eine Punkt und ich hatte auch einfach ein ganz anderes Thema mit heute gar nichts zu tun mit dem Thema die Exposure sondern Ich wollte einfach nicht meine Daten zur Verfügung stellen.

00:22:27: Und inzwischen kannst du diese Accounts ja gar nicht mehr löschen

00:22:31: und die stilllegen.

00:22:32: Ich kann dir auch garantieren, Prof.

00:22:33: Dr.

00:22:33: Matthias Spörle, du bist sehr präsent in den sozialen Medien dank unseres Podcast oder dank unserem Podcast nachdem wo sie aus welcher Region sie kommen.

00:22:44: In digitalen, wir haben aber in dem Bezug zu digitalem Welt, in digitalen Umgebungen entfaltet der MIR exposure-Effekt eine ganz andere Qualität.

00:22:53: Algoritmen und sozialer Medien und Plattformen sind darauf ausgelegt, Inhalte zu wiederholen und zu verstärken.

00:22:59: Inhalten die bereits die Aufmerksamkeit des Nutzers erhalten haben.

00:23:02: Also wenn ich mich zum Beispiel was mich interessiere... Ich bin relativ einfach gestrickt was mein Inhaltsinteresse anbelangt aber bisschen variabel bin ich schon.

00:23:10: jetzt interessiere ich mich für Gitarre spielen zb neben Sport und Schwimmen.

00:23:14: Was

00:23:15: vor drei Jahren noch kein Thema war

00:23:17: bei dir?

00:23:17: Das kriege ich halt rauf und runter irgendwelche Akkorde vorgestellt.

00:23:19: ja da gibt es ja so viele.

00:23:23: Dadurch entsteht ein gewisser Kreislauf.

00:23:25: Inhalte werden gezeigt, die mich eh interessieren.

00:23:28: Also auf YouTube zum Beispiel werde ich zugemült mit Videos über amerikanische Politik und deren Auswirkungen auf die Welt.

00:23:36: Und da kriege ich so viel Zeug und das ist ja Wahnsinn!

00:23:39: Der Merexposure-Effekt wird sich quasi verstärkt durch Algorithmen.

00:23:44: Was kann man dagegen machen?

00:23:45: Wenn ich

00:23:45: z.B.,

00:23:46: also meine Frage jetzt lasse ich gleich ausreden.

00:23:49: Meine Frage ist wenn ich Interesse habe meinen Horizont zu erweitern Dann spielen die Algorithmen unter mir Exposure-Effekt ja genau in gegengesetzte Richtungen.

00:23:58: Die helfen mir nicht mein Horizont zu erweitern, sondern ich werde Sachen immer wieder öfter sehen, die mich eh schon mal interessiert haben.

00:24:04: Ich möchte aber andere Sachen lernen!

00:24:06: Was kann ich da machen als Mensch?

00:24:10: Internet nicht nutzen.

00:24:15: Weil der Algorithmus im Internet ist ganz klar Ähnlichkeitspräferenz basiert.

00:24:21: Sag du mir, wie sieht deine Vorschläge?

00:24:24: Nicht suchen.

00:24:25: Du bist ja passiv!

00:24:26: Das wird ja alles vorgeschlagen, dass du gar nicht aktiv mehr suchen musst.

00:24:29: Wenn du einmal was gesucht hast ab dann werden ähnliche Dinge vorgeslagen.

00:24:34: Lustig ist wenn ich auf YouTube gehe, so immer dieselben Sachen.

00:24:38: Magst du wissen was das ist?

00:24:40: Einz Bäcker Gerdudenhilfer dem verheere ich Und Günter Grünwald, den vererre ich auch.

00:24:46: Gerhard Polt kann nicht auswendig, aber die beiden anderen... Also Gerhard polt sowieso, aber das wird mir sogar vorgeschlagen.

00:24:51: Aber Heinz Becker und Günter Grünenwald zum Beispiel oder Torsten Sträter, wenn ich es sensationell ... Die werden wir nicht vorgeschlagen!

00:24:56: Die muss immer wieder suchen!

00:24:57: Wir werden aber so andere fünfklassige Kromiker vorgeschlagene... also Kromika, ich meine... Heinz Becker ist kein Chromiker und also Gerd Duttenhöfer mein ich.

00:25:05: Und Günter Grünen war jetzt auch kein Chromek, auch wenn er sich mal so genannt hat.

00:25:08: Das ist für mich das Genies.

00:25:10: ja, Rolf Müller und so ein Kaparatistin Wahnsinn!

00:25:13: Aber die werden mir nicht vorgeschlagen.

00:25:14: Wir werden irgendwelche fünfklassigen Pfeifen vorgeslagen, die ich nicht lustig finde.

00:25:18: Die sind aber Mainstream-Kompatibel?

00:25:20: Ja

00:25:20: bin ich aber nicht.

00:25:23: Ich bin Massen-Kompatibel.

00:25:25: Ist das

00:25:26: ein Lied oder?

00:25:27: Grewe?

00:25:28: Ach ja, stimmt.

00:25:29: Das ist auch so einer?

00:25:30: Ja, das ist auch eine.

00:25:31: Auch

00:25:31: ein Genie wird wir noch nicht vorgeschlagen.

00:25:33: Ganz selten!

00:25:35: Die werden wahrscheinlich... Also die sind ja dann häufig repräsentiert in den öffentlichen Medien.

00:25:40: Die sind dann auch nicht automatisch mit Werbeanzeigen geschaltet.

00:25:44: Ist ja auch nur bedingt möglich.

00:25:45: dann in dem Zusammenhang und dementsprechend hat dann YouTube auch gar keine Interesse dir das zu zeigen.

00:25:51: Es würde gut zu dir passen bringt aber keine Asche.

00:25:55: also bang sie es nicht

00:25:57: genau.

00:25:59: Wenn du

00:26:00: Internet ausschalten, was erst?

00:26:02: Genau.

00:26:02: Also erstmal

00:26:03: sagen wir mal ich will das nicht machen.

00:26:04: versuch

00:26:04: die Vielfalt anders zu finden.

00:26:07: Versucht die vielfalt anderes zu finden indem Du andere Wege der Medien der Informationserschließung wählst.

00:26:14: Weil

00:26:14: ich aber faul bin und da ich Mensch bin.

00:26:16: Exakt!

00:26:17: Genetisch neige ich dazu mich berieseln zu lassen und habe kein Bock jedes Mal in die Tasten zu tippen sondern niemals dann doch das was mir vorgeschlagen wird.

00:26:25: Das ist ja auch interessant, weil es deckt sich ja auch mit Dingen die du schon weißt.

00:26:29: Und jetzt wenn du das ein bisschen weiter denkst dann verstehst du auch warum Gruppen unterschiedliche Meinungsgruppen sich im Internet immer weiter polarisieren.

00:26:37: Weil sie ähnliche Inhalte vorgesetzt bekommen?

00:26:40: Dann haben Sie zu diesen Inhalten mehr Exposure und plötzlich nach einer Weile ist die Erde wirklich eine Scheibe.

00:26:47: Was ist denn sonst?

00:26:49: Eben!

00:26:51: Das haben wir nicht böse, hab ich doch gesehen.

00:26:53: Bin ich nicht absolut.

00:26:54: Ich seh das genauso wie du.

00:26:57: Also... ...das ist dann so oft gehört und so oft validiert dass das eben gar nicht mehr angezweifelt wird.

00:27:06: Und das wäre vielleicht eine nächste Empfehlung wenn man sagen würde Wie komme ich jetzt dahin?

00:27:10: Und es soll noch nach wie vor mit dem Internet sein.

00:27:13: Die wärst denn mit mehreren Identitäten.

00:27:17: Das heißt, sprich mal immer wieder an den Begriff Kompatmentalisierung

00:27:21: Ja, schon richtig.

00:27:22: Aber ich bin halt meistens mit Google angemeldet.

00:27:24: Genau!

00:27:25: Weil das halt auch, sag's noch mal... Bequemis.

00:27:27: Bequemos.

00:27:28: Exakt, genau.

00:27:28: Versteh' ich aber wenn wir jetzt wirklich mal sagen würde man würde Das macht keiner mehr.

00:27:33: Machen auch meine Studierenden die hier zu hören leider nicht.

00:27:37: Wenn die jetzt beispielsweise mal gezielt nach anderen Informationen suchen würden.

00:27:41: das wäre viel viel leichter Mit einem anderen Account.

00:27:46: Weil der eine ist schon algorithmisch bist du versaut.

00:27:49: Ja,

00:27:49: pass so was von.

00:27:52: Ja, und dann bist du auch in dieser passiven Konsumhaltung statt der aktiven Suchhaltung.

00:27:59: Und das ist ja der Riesenunterschied.

00:28:01: also Praxistipp wie wär's mit mehreren Identitäten?

00:28:06: Das macht auch generell die Überwachung von dir und die Steuerung von Dir schwieriger.

00:28:11: Ich versuch dass ein bisschen.

00:28:13: ich habe mehrere E-Mail Adressen bei unterschiedlichen Anbietern Und nutzt die für unterschiedliche Subdienste.

00:28:19: Das heißt, mit dem einen habe ich mich da angemeldet und mit der anderen E-Mail hab' ich mich bei dem angemelt.

00:28:24: Versuch das?

00:28:24: Vielleicht ist das eine Möglichkeit mehrere Identitäten.

00:28:32: mehr Exposure Effekt für sich selbst nutzen, das machen wir nämlich auch hier.

00:28:36: übrigens wenn ich nicht Geheimnis verraten darf.

00:28:38: Wir haben immer dieselbe Kameraeinstellung oder fast immer, wir schauen im relativ gleich dämlich in die Kameras ab und zu... Hallo!

00:28:45: Und ich trage meistens selbe T-Shirts, meistens Jeans, meist dann Sacco.

00:28:50: Das heißt dasselbe Kleidung und wir machen auch oft dieselben Begrüßungen und wiederholen sich ein paar Sprüche.

00:28:57: Deine evolutionsbiologischen Aussagen, Love it, Leave It oder so ähnlich wie sagst

00:29:01: du?

00:29:02: Es gibt einen Spruch der

00:29:03: Love

00:29:03: it, Change It or Leave

00:29:04: It.

00:29:04: Genau, das sagst du immer.

00:29:06: Und

00:29:06: ein paar andere evolutionsbiologische Weisheiten die schon Charles Darwin interessiert haben.

00:29:12: A Fire Together, Wire Together... Da

00:29:15: hast du ein Paar drauf!

00:29:16: Ich auch.

00:29:18: Ein Tipp ist den Exposure Effekt zu nutzen ist gleiche Kleidung zutragen.

00:29:22: Ich spiele jetzt in dem Fall zu Gruppo Identity, die gleiche Kamera-Einstellung.

00:29:25: Das ist das Gleiche Licht.

00:29:26: Wir sind ein bisschen überbelichtet, die Kamera... Also das Licht ist sehr hell!

00:29:29: Das können Sie nicht sehen.

00:29:30: aber wir oder immer die gleichen...

00:29:31: Ich stehe schon gar nicht mehr.

00:29:33: Oder immer die Reden immer gleich beginnen und gleich enden wie unser alter Freund Kato Mayor also Kato der Ältere gesagt hat.

00:29:41: Keterum Kenziu

00:29:43: Kataginem Esse de Lendam Ja

00:29:46: Die punischen Kriege, wir erinnern uns

00:29:51: Als

00:29:51: wär's gestern gewesen.

00:29:52: Genau, absolut!

00:29:54: Ja egal was der Inhalt war am Ende wird dann damit abgeschlossen und dann wird der Gedanke dadurch immer plausibler.

00:29:59: So viel deutsche Grammatik.

00:30:00: lassen wir noch kurz zu wenn es später wäre, also ich trage nicht dieselbe Kleidung.

00:30:07: Ich trage die gleiche Kleidungs... Ein ganz wichtiger

00:30:10: Punkt weil das

00:30:11: auch für dich olfaktorisch nicht so herausfordernd

00:30:13: ist?

00:30:13: Du bist ja in Hamburg geboren oder ich bin ja Bayer.

00:30:15: bei uns ist es wurscht.

00:30:16: Okay, passt schon.

00:30:17: Da gibt es auch Fuß und Bein ist bei uns auch dasselbe übrigens.

00:30:19: Alles

00:30:20: klar!

00:30:20: Und gehen und laufen ist auch das selbe.

00:30:21: Richtig.

00:30:22: Ja ich weiß ja...

00:30:23: Geh weiter bleibt da.

00:30:27: Also ich habe immer diesen Pullover den ich hier trage, da hab' ich fünfzehn Exemplare davon.

00:30:32: Echt?

00:30:33: Ich hab nach dem Fest gewachsen.

00:30:35: Aber du kannst ihn dir stehen da auch der Sacco.

00:30:37: Danke.

00:30:38: Du kannst in die nächsten zwanzig Jahre tragen, steht ja super.

00:30:40: Das mache ich auch.

00:30:41: Das ist

00:30:43: noch ein letzten Tipp, bevor wir zur Konklusio kommen oder bis fertig mit dem Thema.

00:30:48: Ein Exposure-Effekt!

00:30:53: Also eine Sache die man vielleicht noch sich überlegen könnte aber das wäre auch nur ein bisschen esoterisch.

00:31:03: Aber so kann man ja mal aufhören sozusagen.

00:31:06: Wenn du dann einfach mal in die Analyse reingehst wenn dir was vorgeschlagen wird mal wieder unbedingt diesen Film gucken unbedingt dieses Produkt kaufen.

00:31:17: Frag dich mal kurz, nur als Gag!

00:31:21: Warum wird dir das vorgeschlagen?

00:31:23: Durch welche Verhaltensweisen die du vorher gemacht hast kommt es zu diesem Tipp.

00:31:28: Das guckt sich ja kein Mensch mehr.

00:31:29: ansonsten Algorithmus.

00:31:31: Fragt euch einfach, welche digitalen Spuren hast du hinterlassen dass dir das hier vorgeslagen wird.

00:31:37: Macht das doch einmal am Tag.

00:31:38: nicht so viel.

00:31:39: wichtig ist wir wollen nicht zu viel denken.

00:31:41: Ganz wichtig, wir wollen passiv bleiben.

00:31:43: Das ist ganz wichtig.

00:31:45: Die ganze Welt lebt davon dass wir passiv sind.

00:31:47: also bleibt passive.

00:31:49: aber einmal am tag sich fragen warum wird mir dieses video dieses produkt dieser dieser partner?

00:31:58: Warum wird mir das jetzt vorgeschlagen?

00:32:00: Es ist super spannend, weil ich sage es ist eine KI oder ein Algorithmus.

00:32:04: Ich habe zum Beispiel bei Spotify immer gedacht die meine Playlist der Woche, meine Vorschläge ja die dreißig Lieder was sie sind hat da hock einen Mensch da und schaut an was sich mir so anhört und macht mir den Playlist daraus bis ich mal verstanden hab, nee war Spaß aber ich... Aber es ist echt schwer zu verstehen dass es keine Menschen sondern Maschine ist.

00:32:23: jedes Mal Und da ist, glaube ich, das eines unserer Kernelemente dieses Podcasts.

00:32:28: Das dieses Bewusstsein was es in der Maschine war es ein Algorithmus und was ist ein Mensch?

00:32:32: Dieses Bewusstsein muss einfach geschärft werden.

00:32:35: Deshalb gebe ich Ihnen zum Abschied noch eine Frage mit auf den Weg wie viel unsere Überzeugungen basiert auf tatsächlicher Überzeugung und wie viele unsere Überzeugungen beruht nur auf den Algorithmos oder auf bloße Wiederholung?

00:32:54: Ein wichtiger Punkt.

00:32:55: Darüber sollten wir mal nachdenken, haben Sie jetzt eine Woche Zeit oder hören uns wieder nächsten Dienstag um fünf Uhr?

00:33:01: Sie können den Podcast aber auch von anders hören.

00:33:02: das sind wir flexibel.

00:33:03: Absolut wichtig ist

00:33:04: über die Frage nach und sagen sie mir was Sie davon halten.

00:33:06: vielen Dank.

00:33:07: Wichtig ist oft hören regelmäßig hören wegen dem Exposure Effekt.

00:33:11: Uns

00:33:11: müssen Sie andauernd hören sonst geht es ja nicht.

00:33:13: Aber

00:33:14: irgendwann werden wir Unsinn sagen.

00:33:17: Und das fällt dann weniger auf, wenn sie mehr Exposure hatten mit uns.

00:33:21: Alles Gute in diesem Sinne!

00:33:22: Wir

00:33:23: würden Ihnen fehlen, glauben Sie es mir!

00:33:25: Schöne Zeit!

00:33:26: Danke

00:33:27: Matthias!

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